Pharmapack Europe 2013: Patientennutzen durch innovative Verpackungen
01.02.2013 – 11:36
Am 13. und 14. Februar 2013 treffen sich die Experten der Gesundheitsbranche zum 12. Mal bei der Pharmapack Europe, in der großen Halle des Messegeländes La Villette in Paris. Es werden etwa 3.000 Besucher und mehr als 300 internationale Aussteller auf dieser Messe erwartet, die sich auf innovative Technologien bei Verpackungen und Einnahmesystemen für Arzneimittel sowie anderen Gesundheitsprodukten konzentriert. Zudem werden im Rahmen des Konferenzprogramms und diverser Workshops internationale Experten über aktuelle Themen referieren und mit Teilnehmern diskutieren. Als Geschäftsdrehscheibe, Marktbeobachtungsplatz und zur Kontaktpflege bietet die Pharmapack Europe für Industrie und Gesundheitsorganisationen ein reichhaltiges Programm mit mehr als 40 wissenschaftlichen und technischen Präsentationen sowie vier Workshops zu aktuellen Themen. Die Rolle des Patienten als treibende Kraft für Innovationen bei den Verpackungen, Medikament-Einnahmesystemen und Gesundheitsprodukten zieht sich als roter Faden durch die gesamte Veranstaltung 2013. Bei den Konferenzen sprechen internationale Experten über aktuelle Lösungsansätze, mit denen die Einhaltung der Behandlungsvorgaben sowie die Sicherheit der Patienten verbessert werden sollen.
Andy Fry Fondateur vom Team Consulting Limited ist Experte auf dem Gebiet der Einnahmesystementwicklung. Er leitet die Konferenz „Innovation bei der parenteralen Medikamentenaufnahme und den Verpackungsprozessen“ und gibt einen Überblick über die Trends bei der parenteralen Medikamentenaufnahme. Zudem zeigt er die neuesten Technologien zur Optimierung der Fertigungsprozesse und Kostenreduzierung und erklärt: „Die Pharmaindustrie muss über das Gesamtverhalten des Patienten nachdenken und dies bei der Gestaltung der Verpackungen, Einnahmesysteme und Beipackzettel sowie beim Angebot von Dienstleistungen, Apps oder in den sozialen Online-Netzwerken umsetzen. Auf dieser Pharmapack sollen innovative Verpackungskonzepte präsentiert werden, die die Anwendung erleichtern, die Angst des Patienten mindern und sogar positive Gefühle wecken können.“
Das Forum „Innovation bei Inhalationssystemen“ behandelt vor allem die Entwicklung und Aussichten in der PDI-Therapie und geht auf neue Trockenmittel zur Bewahrung der Wirkstoffe, Trends bei Medikamenten ohne Konservierungsstoffe und neue Aufnahmesysteme für derartige Produkte ein. Unter dem Titel „Gezielte Medikamentenaufnahme über konvergente Technologien“ werden neueste Entwicklungen der Nanotechnologie präsentiert. Damit sollen Methoden zur gezielten Krebsbehandlungen möglich werden. So wird beispielsweise eine neu entwickelte Silizium-Mikropumpe vorgestellt, die in der Lage ist, Wirkstoffe direkt in den Tumor abzugeben.
Bei der Konferenz „Nachhaltige Verpackungen und Materialien“ werden neue umweltfreundliche und wirtschaftliche Materialien und Fertigungsverfahren für Verpackungen, Druck und Etikettierung vorgeführt und erörtert. Zudem präsentieren Noëlle Guillerault, stellvertretende Geschäftsleiterin von Adelphe, und David Daroux, Geschäftsführer von Eco-Design der Gruppe Leem (LEs Entreprises du Médicament), die wesentlichen Punkte des ihres Leitfadens „Öko-Konzeption von Verpackungen – wie lassen sich hier Fortschritte erzielen?“. „Die Entscheidung für ein umweltfreundliches Konzept ist eine bewusste Entscheidung, um die Umwelt und Ressourcen zu schonen. Die Pharmapack bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Kooperation zwischen den Pharmaunternehmen und Adelphe in der Entwicklung von Öko-Konzepten und in der Verbesserung des Recycling von Verpackungen herauszustellen.“
In Ergänzung zu den Konferenzen findet auf der Pharmapack Europe 2013 erstmals eine Workshop-Reihe statt. Dort können Teilnehmer unter Leitung von Experten Fachfragen zu folgenden Themen detailliert erörtern: Zulassung von Isotherm-Verpackungen für den Medikamententransport, Track&Trace-Lösungen und Einführung einer Serienproduktion, Sterilisation von Arzneimittelverpackungen & Zulassungsverfahren, Problematik bei der Zulassung von innovativen Kombiprodukten in der Europäischen Union und den USA.
„Die Anzahl an Gesundheitsprodukten, bei denen einen Kühlkette von +2°C bis +8°C nicht unterbrochen werden darf, nimmt ständig zu. Gleichzeitig wachsen die Entfernungen zwischen Produktionsstätte und Einsatzort. Eine mögliche Lösung, um die Reglementierungen zur Konservierung der Produkte einzuhalten, ist die Isothermverpackung. Es gibt aber keine allgemeingültige Lösung“, verdeutlicht Vincent Boudy, PharmD, PhD, praktizierender Arzt bei der AGEPS-APHP – Dozent an der Universität Paris Descartes. Er leitet den Workshop zu dem Thema „Medikamente und Isotherm-Verpackungen: Lieber allein oder in schlechter Gesellschaft unterwegs sein?“ gemeinsam mit Gérald CAVALIER, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender von Cemafroid, der seinerseits betont, „dass der Workshop darauf abzielt, die Perspektiven von Isothermverpackungen zu präsentieren und über ihre Einsatzgrenzen aufmerksam zu machen. Er soll ein Treffpunkt für Hersteller, Nutzer und Vertreter von Prüfstellen sein, bei dem sie sich über wesentliche Aspekte wie die Bedarfsdefinition, Bewertung und Zulassung von Isothermlösungen austauschen können.“
Auch der Workshop „Innovative Kombiprodukte: Herausforderung & Zulassung, Europäische Union – USA“ ist als Treffpunkt zum Informationsaustausch zwischen Herstellern von Arzneimitteln, biologischen Produktion und medizinischen Geräten und Vertretern von Zulassungs- und Bewertungsbehörden gedacht. Marielle Fournier, Leiterin für Kombi- und Grenzprodukte bei Voisin Consulting Life Sciences, erklärt dazu: „Diese interaktive Session soll es den Teilnehmern ermöglichen, besondere Probleme bei der Wahl der zu kombinierenden Moleküle und den Status von Kombiprodukten zu erörtern. Schließlich ist der Status ein entscheidender Aspekt für die Entwicklungsstrategie.“
Zum Abschluss des ersten Messetages werden die Pharmapack Awards 2013 verliehen, die innovative Medikamente, Gesundheits- und Tiermedizinprodukte im Fokus haben.
Yvonne Klöpping
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