BVMed-Herbstumfrage: Umsatzwachstum von MedTech-Unternehmen geht zurück
05.11.2012 – 12:03Das Umsatzwachstum der im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) organisierten MedTech-Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Es liegt 2012 nach der BVMed-Herbstumfrage bei durchschnittlich 4,4 Prozent. Im Vorjahr waren es 5,3 Prozent. Dabei stagniert vor allem die Entwicklung im deutschen Markt. Der Export in ausländische Märkte entwickelt sich dagegen weiterhin sehr gut, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. Er stellte die Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage, an der sich 101 Unternehmen beteiligten, auf dem 13. Medienseminar des Verbandes vor.
Die Gewinnsituation der MedTech-Unternehmen ist nach Angaben des BVMed durch den enormen Preisdruck, insbesondere durch Einkaufsgemeinschaften und Ausschreibungen, durch die stark gestiegenen Rohstoffpreise und durch höhere Außenstände stark geschmälert. „Der Standort Deutschland wird zwar nach wie vor überwiegend positiv beurteilt. Es werden aber zunehmend die niedrigen Erstattungspreise und eine innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen kritisiert“, so Schmitt.
Trotz dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation bleibt die Medizintechnik-Branche in Deutschland ein Jobmotor. Knapp 60 Prozent der Unternehmen haben Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt beschäftigt die Branche in Deutschland über 175.000 Menschen.
Die Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2012 im Einzelnen finden Sie hier.
Yvonne Klöpping
Tags: BVMed, BVMed-Herbstumfrage, Export, Medizintechnik, Preisdruck, Rohstoffpreise



