Das von Erdbeben erschütterte Mirandola sucht Hilfe beim Wiederaufbau des biomedizinischen Sektors
14.09.2012 – 15:37Die permanente Ausstellung Mobimed, die die Vergangenheit und Gegenwart der biomedizinischen Industrie in Mirandola darstellt, ist seit einiger Zeit im Fokus verschiedener Initiativen anlässlich der 50-Jahr-Feier von Mirandolas Biomedical Cluster. Doch Mirandola und die norditalienische Region Emilia-Romagna wurden Ende Mai von heftigen Erdbeeren erschüttert. Mobimed ist ansässig im repräsentativen Castello dei Pico und wurde im Mai 2010 eröffnet. Seitdem hat es sich schnell zu einem Orientierungspunkt für ortsansässige medizinische Unternehmen, Schulen und den Gesundheitssektor entwickelt. Leider haben die schweren Erdbeben am 20. und 29. Mai 2012 die Region stark verwüstet und viele Gebäude sind weiterhin unzugänglich. Mobimed kann unter diesen Umständen den Betrieb nicht aufrecht erhalten und muss sobald wie möglich in alternative Räumlichkeiten ziehen. Wie bereits hier auf medtechinsider berichtet, hatten die schweren Erdbeben und diversen Nachbeben dramatische Auswirkungen auf die medizintechnische Industrie der Region. Die Region zwischen Modena und Mirandola beheimatet mehr als 100 Hersteller von medizinischen Geräten.
“Mobimed ist ein wichtiger Orientierungspunkt für unsere Industrie geworden”, sagt Dr. Paolo Poggioli, Direktor von Mobimed. “Große und kleine Unternehmen haben die Möglichkeit ihre Kunden und/oder Zulieferer hierher zu begleiten. Sie haben sich hier mit Facharbeitern getroffen und diese ausgebildet, haben Seminare organisiert etc. Diverse Kurse für Schüler, vom Gymnasium wie auch von Universitäten, haben hier stattgefunden. Und nicht zuletzt haben die Einheimischen endlich verstanden, warum dieser Bezirk so wichtig in der Welt geworden ist.”
Poggioli, der zwar nicht in Mirandola geboren wurde, aber vor 38 Jahren in die Stadt kam, sagt: “Im Grunde habe ich mein Leben hier verbracht und ich liebe diesen Ort. Daher würde ich sehr gerne sehen, dass unsere Region bald in ihre ursprüngliche Verfassung zurückkehren kann. Mobimed in ein ein neues Gebäude umzusiedeln wird sicherlich helfen.” Poggioli ist außerdem der Direktor des Industrieverbandes Consobiomed, der Mobimed leitet. Da Consobiomed auch in dem Mirandola-Schlösschen angesiedelt ist, muss auch der Verband erstmal den Standort wechseln.
Paolo Galavotti, Geschäftsführer des Biotechnologie-Unternehmens Nexion srl (Mirandola, Italien), fügt hinzu: “Meiner Meinung nach ist Mobimed nicht nur als Ausstellung wichtig für die innovative Medizintechnologie ‘made in Mirandola’, sondern auch für eine neue Generation von Fachkräften. Manchmal bin ich mit dem technischen Training junger Menschen beschäftigt, die gerade die Schule beendet haben oder mit Menschen, die eine neue Herausforderung suchen und den Job und die Industrie wechseln möchten.” Außerdem sei die Geschichte hinter den Produkten, Märkten, Anwendungsbereichen, technischen Lösungen und der zunehmenden Innovation eine einfache und effektive Form, um Vision und Innovation zu stimulieren, erläutert er.
“Mobimed ist eine simple und effektive Möglichkeit, die gesamte Bandbreite darzustellen, die die örtliche Industrie zu bieten hat”, betont Galavotti. “Die Ausstellung ist nicht nur medizinischen Produkten und medizintechnischen Endgeräten, die in Krankenhäusern genutzt werden gewidmet, sondern die Ausstellung zeigt auch, wie sich die Herstellungsprozesse in der Medizintechnik in den vergangenen 50 Jahren verändet hat – dazu gehören Kunststoffspritzguss, Abgabe von Lösungsmitteln, Kunststoffschweißen, Reinraumtechnologie etc.”
Jeder, der dabei helfen möchte, Italiens bioemedizinischen Sektor wieder aufzubauen, kann mit einer Spende dazu beisteuern. Egal wie klein oder groß die Summe, jeder Beitrag wird eine positive Auswirkung haben und dazu beitragen, dass die Region schnell wieder zur Normalität zurückkehren kann. Für weitere Informationen zu einer Spende oder wie Sie sonst helfen können, kontaktieren Sie bitte den Direktor von Mobimed and Consobiomed, Dr. Paolo Poggioli: papoggioli@gmail.com.
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Tags: Castello dei Pico, Consobiomed, Emilia-Romagna, Erdbeben, Mirandola, Mobimed




One Response to “Das von Erdbeben erschütterte Mirandola sucht Hilfe beim Wiederaufbau des biomedizinischen Sektors”
Vielen Dank für die kleine Aufmunterung;-)
“Doch Mirandola und die norditalienische Region Emilia-Romagna wurden Ende Mai von heftigen Erdbeeren erschüttert.”
By Eckert on Sep 19, 2012