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Die weltweit erste Anlage zum Lasersintern von PEEK ist im Einsatz

19.08.2009 – 10:49
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Die weltweit erste Anlage zum Lasersintern von PEEK-Formteilen wurde beim Manufacturing-Dienstleister FKM Sintertechnik in Betrieb genommen.

Wegen seiner Werkstoff-Eigenschaften ist PEEK (Polyetheretherketon) sehr gut geeignet für Bauteile in Medizin- und Biotechnik, Motorenbau sowie Luft- und Raumfahrt. Die FKM Sintertechnik GmbH (Biedenkopf-Wallau) hat nun die weltweit erste Lasersinter-Anlage in Betrieb genommen, mit der sich PEEK-Formteile preiswert in Serie produzieren lassen. Die relativ hohen Materialkosten treten damit in den Hintergrund.

PEEK ist ein sehr reines Thermoplast, resistent gegen Hydrolyse und die meisten Chemikalien, mehrfach sterilisierbar, mechanisch sehr belastbar und vor allem dauerhaft temperaturbeständig bis 315°C. Hinzu kommen eine geringe Wärmeausdehnung, ein gutes Dämpfungsverhalten und beste Gleitparameter. Sehr leicht und nahezu unbrennbar ist es außerdem. Als Manko galt bisher nur sein hoher Preis. Mit der Inbetriebnahme der weltweit ersten Lasersinter-Anlage für Formteile aus PEEK HT (Victrex) verliert dieser Nachteil allerdings an Bedeutung. Unter Einsatz der neuen Systemlösung – einer P800 von EOS – ist FKM Sintertechnik in der Lage, kurzfristig und preiswert Einzel- oder Serienteile aus diesem Hochleistungspolymer zu liefern. Die rasche Verfügbarkeit von Formteilen aus PEEK dürfte vor allem für die Hersteller und Entwickler in     Medizin-, Bio- und Analysetechnik von großem Interesse sein. Denn hier ist die Gleichzeitigkeit von Temperaturbeständigkeit (Schmelzpunkt 373°C), Sterilisierbarkeit sowie materialtechnischer Reinheit eine gefragte Werkstoff-Kombination.

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Formteile aus PEEK HT (Victrex) sind extrem hitzebeständig, widerstehen Hydrolyse und Chemikalien, sind sterilisierbar und mechanisch hoch belastbar.

Die von FKM eingesetzte Lasersinter-Anlage P800 wurde speziell für die Herstellung von PEEK-Bauteilen entwickelt. Mit ihrer generativen Schichtbau-Technologie steht erstmals eine kostengünstige Produktionsalternative zu herkömmlichen Verfahren wie dem Spritzguss oder der mechanischen Bearbeitung zur Verfügung. Das Lasersintern erfolgt in einem schnellen, vollautomatischen Prozess, bei dem ein fokussierter Laserstrahl aus losem PEEK-Pulver schichtweise massive Formteile fertigt. Bis auf den Bauraum der Anlage (700 x 380 x 560 mm) gibt es dabei keine gestalterischen Grenzen. Die Genauigkeit ist mit einer Schichtdicke von nur 0,12 mm sehr hoch, und die Oberflächenqualität lässt sich durch ein Finishing optimieren, so dass typische PEEK-Teile wie etwa Tankdeckel, Wälzlagerkäfige, Rotorflügel oder medienführende Verbindungselemente einbaufertig bereit gestellt werden können.

Yvonne Klöpping

 

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  1. 2 Responses to “Die weltweit erste Anlage zum Lasersintern von PEEK ist im Einsatz”

  2. Sehr interresante Anlage!
    Würde mir auch gut gefallen!

    By dr_dozz on Apr 12, 2010

  3. Hallo zusammen,

    hat jemand schon Erfarung mit Sinterteilen aus PEEK? Ich kenne leider nur die PA12 Lasersinter – Bauteile…

    Schöne Grüße!

    Martina

    By Martina on Oct 31, 2012

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