BASF warnt EU vor Beschränkungen bei Nanotechnologie
10.04.2012 – 15:24
Nanometergroße Teilchen eines anorganischen Trägermaterials enthalten und schützen organische pharmazeutische Wirkstoffmoleküle. Bild: BASF
Im Rahmen seiner Forschungspressekonferenz Ende März hat der Chemiekonzern BASF die Europäische Kommission vor Beschränkungen beim Thema Nanotechnologie gewarnt. Die Technologie habe ein großes Potenzial unter anderem im Pharma- und Medizinbereich, sagte Vorstandsmitglied Andreas Kreimeyer in Ludwigshafen. Mit ihrer Hilfe könnten unter anderem wirksamere Medikamente entwickelt werden, daran forsche die BASF bereits seit fünf Jahren. Doch Verbraucherschützer warnten vor schädlichen Wirkungen der Nanopartikel. Die chemische Industrie werde sich dafür einsetzen, dass sich diese Stimmen nicht durchsetzten, sagte Kreimeyer.
Erst im Januar hatte der Chemiegigant den Abzug ihrer Gentechniksparte aus Deutschland bekannt gegeben. Als Grund wurde die ablehnende Haltung der Verbraucher in der Europäischen Union angegeben. Nun müsse verhindert werden, dass die Nanotechnologie in der EU den gleichen Weg beschreite, sagte Kreimeyer. Dies wolle die Industrie mit einem “offenen Dialog” erreichen.
Außerdem soll die BASF Future Business, die für das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, ausgebaut werden. Sie ist verantwortlich für die Entwicklung und Vermarktung von für BASF neuen Geschäftsfeldern. Zurzeit liegt der Fokus auf den Themen „Energy Management“, „Organic Electronics“ und „Medical Solutions“. Zudem investiert die BASF Venture Capital, ein Tochterunternehmen der BASF Future Business, in Start-up-Unternehmen, die an innovativen Chemie- und System-Lösungen in den Wachstums- und Technologiefeldern der BASF arbeiten.
Quelle: BASF/Hessen-Nanotech
Yvonne Klöpping
Tags: BASF, Nanotechnolgie




One Response to “BASF warnt EU vor Beschränkungen bei Nanotechnologie”
Schön, dass sich die BASF jetzt dieser Thematik annimmt. Mit dem Vorschlag zur Definition eines Nanomateriales der EU vom 18.10.11 wird ein jedes körniges Material, egal ob feinst-, fein- oder grobkörnig, zu einem Nanomaterial erklärt.
Damit ist nicht mehr allein die Nanotechnologie gefährdet, sondern die Verwendung von jeglichen Pulvern wo auch immer, besonders natürlich im MEDTECH Bereich.
Und Frankreich hat als erstes EU Land diese völlig unsinnige Definition verwendet, um die Einfuhr solcher Materialien zu kontrollieren.
By H.P.Hollwege on Apr 18, 2012