Innovationen auf der Interpack 2011
16.05.2011 – 16:01
Spritze mit fixierter Nadel von Schott.
Auch wenn die Interpack quasi zeitgleich mit dem Eurovision Song Contest in der an die Messe Düsseldorf angrenzenden Esprit-Arena stattfand, waren die Messehallen gut gefüllt. Nun ja, ein anderes Publikum. Aber die internationale Verpackungsmesse findet ja auch noch bis einschließlich diesen Mittwoch statt. Auf meinem Weg durch die Messehallen habe ich so einige interessante Produktneuheiten entdeckt – von neuen Nadelspitzen hin zu neuen Additiven und aseptischen Flüssigkeitsabfüllanlagen. Es ist alles dabei. Drei Neuheiten habe ich nun hier für Sie herausgepickt. (Und falls Sie das Event verpasst haben und den Ausgang nicht mehr abwarten können: Ell/Nikki aus Aserbaidschan haben in diesem Jahr den großen Eurovision-Titel geholt.)
So hat Schott Pharmaceutical Packaging erstmals eine innovative Nadelspitze für hochsensible Biotech-Wirkstoffe vorgestellt. Das neue Design bietet z.B. eine verbesserte Medikamentenstabilität und ermöglicht eine sanfte Verabreichung. “Die Nadel kommt hier während der Lagerung nicht in Kontakt mit dem Medikament,” sagt Christa Fritschi, Director Marketing Pharmaceutical Packaging. Denn das Produkt mit dem Namen InJentle lässt das Medikament erst dann in die Nadel fließen, wenn die Spritze durch entfernung des Nadelschutzes geöffnet wird. Dies verhindert Wechselwirkungen zwischen Medikament und Metall oder Klabstoff der Nadel während der Lagerung.
Auf dem Stand des Additivherstellers Milliken kann man sich davon überzeugen, wie seine Millad Clarifier und Hyperform HPN Nukleierungsmittel dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit der Weiterverarbeitungsprozesse zu verbessern und eine verbesserte Leistungsfähigkeit der Endprodukte sicherstellen. So kann der Millad NX80000 Clarifier bei den jüngsten Polypropylensorten mit verbesserten Fließeigenschaften, die kürzere Zykluszeiten und niedrigere Verarbeitungstemperaturen ermöglichen, eingesetzt werden. Laut Unternehmen kann so je nach Anwendung eine Verkürzung der Zykluszeiten um ca. 15 Prozent und eine Reduzierung der prozessbedingten Energiekosten um bis zu 20 Prozent erreicht werden.
Bekum (Berliner Kunststoff Maschinen) stellt auf der Interpack die Prozesssicherheit bei hohen Ausstoßzeiten in den Mittelpunkt. So informiert das Unternehmen unter anderem über die aktuelle Generation der Blasmaschinen, die sich durch ein neu entwickeltes Schließsystem und eine modulare Bauweise auszeichnen. Die vollelektrische EBLOW 407 D kommt zum Beispiel bei komplizierten medizinischen Glasteilen mit diffizil zu verarbeitenden Materialien zum Einsatz.
Yvonne Klöpping
Tags: Düsseldorf, Interpack 2011, Milliken, Schott, Verpackungen, Verpackungstechnologie



