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Neues Instron BioBox-System ermöglicht Prüfung bei Körpertemperatur

06.03.2013 – 10:00

In der Medizintechnik prüfen Zulassungsbehörden für die Implantation vorgesehene Komponenten immer häufiger im physiologischen Zustand. Die neue Instron BioBox Temperierkammer folgt diesem Trend, medizinische Geräte und Biomaterialien bei 37 Grad Celsius Körpertemperatur zu testen.

Die BioBox kann als Standardausstattungsteil neuer elektromechanischer Einsäulenprüfsysteme der Serien 3340, 5540 oder 5940 von Instron geordert und an bestimmten, bereits im Einsatz befindlichen Modellen nachgerüstet werden. Dank der großen Abmessungen der BioBox lässt sich der volle Bewegungsbereich des jeweiligen Systems nutzen.

Typische Anwendungen sind Prüfungen an Nahtmaterial, Kathetern und Schläuchen, Latex-Handschuhen sowie einer Vielzahl anderer Geräte und Biomaterialien bei physiologisch relevanten Temperaturen. Generell ist der Einsatz der meisten Standard-Spannzeuge und Fixierungen möglich, weil diese – anders als bei Verwendung von Tauchbädern – nicht aus hoch korrosionsbeständigem Material hergestellt sein müssen.

Die BioBox-Prüfkammer besteht aus vier Seitenwänden aus Polycarbonat. Das innenliegende Heizrohr sorgt für die benötigte Wärme. Die oben liegenden, mittig angeordneten Luftkanäle gewährleisten einen gleichmäßigen Luftstrom und damit eine gleichmäßige Temperaturverteilung während der Prüfung. Der einstellbare Temperaturbereich reicht von Umgebungstemperatur bis maximal 40 Grad Celsius. Die Abweichung von der eingestellten Temperatur liegt bei nur +/- 2 Grad Celsius.

Zwei große, übereinander angeordnete Glastüren auf der Vorderseite ermöglichen einen raschen und bequemen Zugriff zum Prüfraum. So hat der Bediener bei kurzen Prüfwegen, zum Beispiel bei der Belastung von Zahnimplantaten, die Möglichkeit, zum Ein- und Ausbau des Prüflings lediglich die untere Tür zu öffnen und so die Temperatur so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Die BioBox umschließt zwar den Prüfrahmen, das Bedienpanel und der Notaus-Knopf sind jedoch ergonomisch optimal außerhalb der B?? angeordnet.

Optimierte Konfigurationen des Prüfsystems

Zu den typischen Anwendungen gehört die mechanische Prüfung von Katheterschläuchen. Ein Beispiel für eine optimal auf diese Aufgabe abgestimmte Konfiguration ist die Kombination der neuen BioBox mit einem elektromechanischen Einsäulenprüfsystem des Typs Instron 5943 mit einer Nennkraft von 1 kN und 1123 mm Prüfraumhöhe, das mit einem 100-N-Kraftaufnehmer ausgestattet ist. Die Software Instron Bluehill 3 übernimmt die Versuchssteuerung, Datenerfassung und Erstellung der Prüfprotokolle. Praktische Erfahrungen zeigen, dass sich mit dieser Prüfkonfiguration extrem genaue Ergebnisse für die Reißfestigkeit von Katheterschläuchen erzielen lassen.

Nina Grenningloh

 

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