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EOS und Ruetschi Technologies bündeln ihre Kompetenzen

04.03.2013 – 09:00

Mit einer strategischen Partnerschaft will der Hersteller für additive Fertigungsanlagen , Electro Optical Systems (EOS), und der schweizerische Entwicklungsdienstleister  Ruetschi Technologies neue Einsatzfelder für e-Manufacturing im medizinischen Umfeld erschließen. Das gab EOS auf der diesjährigen MEDTEC Europe bekannt. Ruetschi ist Zulieferer für Engineering, Design und Produktion von Instrumenten, Implantaten und medizintechnische Komponenten. EOS zählt zu den Pionieren im Bereich der additiven Verfahren mit eigener Werkstoffentwicklung und Fertigungstechnik.

Nach Angaben von EOS ebnet die additive Fertigung den Weg für einen Paradigmenwechsel in Konstruktion und Fertigung: Anstelle von herkömmlichen Werkzeugmaschinen treten Laser-Sinteranlagen, die Konstruktionsdaten direkt per Schichtaufbau in die gewünschten Bauteile umsetzen. “Dieses Verfahren beschleunigt die Produktentwicklung und bietet sehr viel gestalterische Möglichkeiten auch für komplexe Formen”, sagt Wolfram M. Völker, Salesmanager bei EOS, auf der MEDTEC in Stuttgart.

Das bestätigt auch Christoph Ruetschi, CEO der Ruetschi Technology: “Konstrukteure in der Medizintechnik, die sich bisher nur mit subtaktiven Verfahren wie Drehen, Fräsen und Spritzgiessen beschäftigt haben, stoßen immer häufiger an Machbarkeitsgrenzen.”  Um diese Lücke zu schließen wollen die beiden Unternehmen gemeinsam das Anwendungsspektrum der additiven Fertigung weiter ausdehnen. Große Anbieter medizintechnischer Produkte haben den Vorteil, dass Ruetschi Technology nicht nur die Teileherstellung per Laser-Sintern übernimmt, sondern den gesamten Produktentwicklungsprozess vom Design bis zur Nachbehandlung und Sterilisation unterstützt.

Erfolgreich unterwegs sind additive Verfahren bereits bei vielen Sonderanfertigungen, die bislang in Handarbeit hergestellt werden, wie beispielsweise in der dentalen und audiologischen Prothetik oder bei chirurgischen Instrumenten. Für Chirurgen bieten maßgeschneiderte Instrumente, die sich schnell mittels patientenspzefischen CAD-Daten herstellen lassen, Vorteile hinsichtlich der Präzision von Eingriffen. Ein großes Anwendungsfel sehen EOS und Ruetschi auch im Bereich patientenspezifischer Prothesen und Orthesen, da die additive Fertigung auch für komplexe 3D-Geometriedaten geeignet ist.

Autor: Andreas Beuthner

Nina Grenningloh

 

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