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Gerresheimer holt Designkompetenz ins Haus

28.02.2013 – 11:00
Reinraum-Produktion bei der Gerresheimer AG

Reinraum-Produktion bei der Gerresheimer AG

Mit dem Zukauf der Designerfirma Item aus Münster erweitert der Healthcare-Hersteller Gerreheimer Plastic Systems seine Fertigungskompetenz durch Serviceleistungen im Bereich der Produktgestaltung und Fertigungsprojektierung. Das auf medizintechnische Devices spezialisierte Designunternehmen sieht seinen Schwerpunkt in der Entwicklungsphase von der ersten Produktidee bis zur fertigungsreifen Aufbereitung der Konstruktionsdaten innovativer Endprodukte.

Die als Gerresheimer Item firmierenden Designspezialisten arbeiten Hand in Hand mit dem Technical Competence Center von Gerresheimer und sollen vor allem die von Anwendern gewünschten Vorgaben durch ein professionelles Produktmanagement umsetzen: “Wir verkürzen das Time-to-Market durch ein maßgeschneidertes Produktdesign und umgehen den häufig notwendigen Mehraufwand für die Fertigungsqualifizierung“, sagt Peter Wallrabe, Managing Direktor bei Gerresheimer Item auf der diesjährigen MEDTEC Europe in Stuttgart.

Die Kunststoffsparte von Gerresheimer geht davon aus, dass der steigende Margen- und Innovationsdruck in der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie weiter zunimmt und Pharma- wie auch Medtech-Unternehmen verstärkt ihr Kerngeschäft forcieren wollen. Folglich sei damit zu rechnen, so Gerresheimersprecherin Karin Strasser, dass Produktentwicklung sowie fertigungsnahe Aufgaben an Partnerunternehmen ausgelagert werden. Durch die Integration der Designcompany reagiert Gerresheimer auf den Markttrend mit dem Ziel, Entwicklung, Industrialisierung und Produktion enger zu verzahnen. Produkte werden von Anfang an fertigungsgerecht konzipiert, so dass die bisher übliche zeitaufwändige und kostenintensive Phase der kunstoffgerechten Optimierung entfällt.

Parallel zur Stärkung der Entwicklungskompetenz baut Gerresheimer auch sein Angebot bei der Bestückung von Devices mit dem dazugehörigen Medikament aus. Das Unternehmen nutzt dafür seine Reinraumkapazitäten mit Klasse-8-Fertigung sowohl für die Vorserienproduktion als auch für die Serienfertigung von  bereits zugelassenen Produkten. „Für uns ist es wichtig, rechtzeitig das Innovationspotential von hochwertigen Devices und Drug Delivery Systemen zu erschließen“, betont Wallrab.

Im Zusammenspiel von Wirkstoff und Drug Delivery Device kommt der Handhabung und dem Hilfsmittel eine immer größere Bedeutung zu. Neue biotechnologische Medikamente stellen hohe Ansprüche an ihre Primärverpackung und eine präzise Dosiermöglichkeit. Ein weiterer Trend ist die zunehmende Selbstmedikation, die zu einer stärkeren patientengerechten Gestaltung und Ergonomie bei den Test- und Injektionssystemen führt.

Autor: Andreas Beuthner

Nina Grenningloh

 

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