AAL Forum 2010: Selbstständig auch im hohen Alter

01.09.2010 – 15:03

Ambient Assisted Living (AAL) ist ein viel diskutiertes Thema in diesen Tagen. Und das zu Recht, denn wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Auf diese demographische Entwicklung muss eingegangen werden und Technologien müssen erschaffen werden, die älteren Menschen ermöglichen, so lange wie möglich alleine oder mit wenig Hilfe zurechtzukommen. Selbstständig bleiben auch im hohen Alter, das ist das Zukunftsmodell. Zu diesem Thema findet das AAL Forum 2010 vom 15. bis 17. September im dänischen Odense statt. Das Forum bietet eine internationale Plattform für Diskussionen über zukünftige Herausforderungen und Möglichkeiten des AAL in Europa. Mehr…

Wer bestimmt eigentlich den Nutzen von Medizintechnologien – und wie?

31.08.2010 – 11:00

Bei der Entwicklung von neuen Medizintechnologien gibt es immer noch große Unsicherheiten in Bezug auf die Nutzenbewertung in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Denn für die Kosten-Nutzen-Bewertung eines Medizinprodukts gibt es bisher noch keine eindeutigen Vorgaben. Die Ansätze zur Nutzenbewertung von Medizintechnologien stellt die BVMed-Konferenz “Fortschritt erLeben: Wer bestimmt den Nutzen von innovativen Medizintechnologien?” am 6. Oktober 2010 in Berlin vor. Die Veranstaltung gibt einen Überblick zum derzeitigen Diskussionsstand der Anwendung des “Nutzenbegriffes” auf Medizintechnologien. Dabei kommen unter anderem das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen), Ärzte, Ökonomen und Industrievertreter zu Wort.

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Bessere Haltbarkeit für künstliche Hüftgelenke

30.08.2010 – 14:46

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Silvia Kaczmarek, Vorstand der Deutschen Arthrose Stiftung, überreicht Dr. Jan Philippe Kretzer, Leiter des Labors für Biomechanik an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, den Wissenschaftspreis 2009 der Deutschen Arthrose Stiftung. Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

Auch minimaler Verschleiß, wie er zwischen zwei Metalloberflächen eines künstlichen Hüftgelenkes entsteht, kann jetzt mit einer neuen Testmethode hochpräzise bestimmt werden. Der Abrieb der metallischen, künstlichen Gelenke wird im Bewegungssimulator gemessen, indem die künstliche Gelenkflüssigkeit mit einem hochauflösenden Massenspektrometer analysiert wird. Diese exakte und mit den Verhältnissen am Patienten vergleichbare Methode könnte dazu beitragen, in Zukunft vielleicht sogar lebenslang haltbare Prothesen zu entwickeln. Für seine Doktorarbeit zu diesem Thema erhielt Dr. Jan Philippe Kretzer, Leiter des Labors für Biomechanik an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, am 16. Juni den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Deutschen Arthrose Stiftung 2009. Mehr…

Carl Zeiss stellt Interface für korrelative Licht- und Elektronenmikroskopie vor

27.08.2010 – 10:34

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Ultradünnschnitt durch Zebrafinkenhirn. Fluoreszenzmarkierte Vesikel in einem Neuron, überlagert mit rasterelektronenmikroskopischer Aufnahme.

Carl Zeiss hat eine Hard- und Software-Schnittstelle zur Verbindung von Licht- und Elektronenmikroskopen für korrelative Mikroskopie in den Life Sciences entwickelt. Die „Shuttle & Find“ genannte Schnittstelle ermöglicht es, Stellen fixierter Proben, die in einem System markiert wurden, im zweiten System innerhalb weniger Sekunden wiederzufinden. Dies eröffnet völlig neue Dimensionen in der Mikroskopie: schnelle ortsgenaue Überlagerung von licht- und rasterelektronenmikroskopischen Bildern, höchstaufgelöste Detailvergrößerung, Zusammenführung funktioneller und struktureller Informationen. Mehr…

In-vitro-Testverfahren: Eine Alternative zu Tierversuchen?

26.08.2010 – 10:54

Für viele Unternehmen ist es im Rahmen von Entwicklungsprozessen wichtig mittels biologischer Testverfahren möglichst frühzeitig abzuschätzen, wie sich ein geplantes Produkt auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auswirken wird. Aus ökonomischen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und regulativen Gründen besteht eine immer stärkere Notwendigkeit und der Wunsch zellbasierte In-vitro-Testverfahren als Alternative zu Tierversuchen einzusetzen. Bei In-vitro-Verfahren werden die biologischen Tests in kontrollierter Umgebung außerhalb lebender Organismen durchgeführt. Mehr…

Türkisches Gesundheitssystem setzt auf internationale GS1-Standards

25.08.2010 – 11:17

Deutsche Hersteller medizinischer Produkte können von dem aktuellen Update der Türkischen Nationalen Arzneimittel und Medizinprodukte Datenbank (TiTUBB) profitieren. Dieses Informationssystem enthält Informationen zu knapp 1,7 Millionen Produkten. Über 86 Prozent davon werden mit dem GS1 Standard GTIN (Global Trade Item Number) identifiziert und der Großteil der Produkte stammt zu 95 Prozent von Herstellern aus dem Ausland, zum Beispiel aus Deutschland. Die Datenbank akzeptiert nun neben der GTIN-13 auch andere Identnummern, wie GTIN-8, GTIN-12 oder GTIN-14 und ebenso den 2D-Code GS1 DataMatrix. Somit hat sich das GS1-System auch in der Türkei durchgesetzt. Mehr…

Neue Plattform für die Schweizer MedTech-Industrie

24.08.2010 – 17:30

Die Schweiz hat eine neue Plattform für die medizintechnische Industrie: Medtech Switzerland. Am 9. August 2010 hat der Medical Cluster zusammen mit der Osec, dem Kompetenzzentrum der Schweizer Außenwirtschaftsförderung, die neue Exportplattform gegründet. Ziel der Plattform ist es, den Schweizer Herstellern, Zulieferern und Dienstleistungserbringern Informationen über die wichtigsten Zielmärkte bereit zu stellen, Austauschforen anzubieten und mit gezielter Unterstützung den Markteintritt in neue Absatzmärkte zu erleichtern. Dazu baut Medtech Switzerland ein Netzwerk von Experten aus dem In- und Ausland auf, veranstaltet länderspezifische Workshops und organisiert Arbeitsgruppen, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch innerhalb der Schweizer Medizintechnikindustrie zu unterstützen. Mehr…

Mikrojetreaktor hilft bei der unbedenklichen Herstellung von Nano- und Mikropartikeln

24.08.2010 – 16:20

04 pH geregelt komplett_webEine Grundvoraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland ist die Erforschung und Entwicklung innovativer Produkte und Produktionsverfahren. Die Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie leistet hierzu einen bedeutenden Beitrag. Die Symbiose aus Mikroreaktionstechnik und Nanotechnologie zur Herstellung kleinster partikulärer Systeme eröffnet dabei neuartige Wege für Gesundheit, Kosmetik und Lebensmittel. Im Pharmabereich und dort vor allem beim Arzneistofftransport, der In-vivo-Diagnostik, der Implantatmedizin und bei Ansätzen innovativer Therapiekonzepte scheinen Lösungen bisher nicht vorhandener Möglichkeiten in greifbare Nähe zu rücken. Die Herstellung von Nanopartikeln ist mit den bisherigen Methoden meist aufwändig und nur mäßig in einem technischen Umfeld kontrollierbar. Doch ist die innovative, patentgeschützte Herstellung von Nano- und Mikropartikeln in einem Mikrojetreaktor in allen technischen und physikochemischen Parametern leicht beherrschbar und auch effizient sowie kostengünstig in größere Produktionsmaßstäbe umsetzbar. Mehr…

Studie: Weiterhin starkes Wachstum der Schweizer MedTech-Industrie

23.08.2010 – 15:13

Der Schweizer Medizintechnikindustrie Report 2010 wurde heute in Zürich auf einer Medienkonferenz präsentiert. Die vom Medical Cluster zusammen mit Roland Berger Strategy Consultants und dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte in den vergangenen Monaten durchgeführte Studie «Swiss Medical Technology Industry 2010 Survey» besagt, dass die Schweizer Medizintechnikindustrie weiterhin eine starke Wachstumsbranche ist und die in ihr tätigen Unternehmen in den nächsten beiden Jahre mit einem jährlichen Wachstum von 10 bis 12 Prozent rechnen. Allerdings haben sich die Bedingungen im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise gewandelt. Denn ein erhöhter Preis- und Kostendruck auf den Gesundheitsmärkten sowie ein international verschärfter Wettbewerb zwingen die Schweizer MedTech-Unternehmen dazu, ihre strategischen Prioritäten neu zu ordnen. Während noch vor zwei Jahren die Stärkung der Produktinnovation oberste Priorität war, steht nun die Verbesserung der Profitabilität an erster Stelle. Mehr…

Neue medizinische Elastomere bieten Alternative zu PVC

20.08.2010 – 11:07

PVC Alternative_webEine Reihe fortschrittlicher Elastomere für medizinische Anwendungen könne für viele Schlauchanwendungen die erste voll praktikable Alternative zu PVC sein, gab Teknor Apex UK Ltd. bekannt. Das Unternehmen führt die neuen Compounds auf der K 2010 auf dem europäischen Markt ein. Die neuen Compounds der Reihe Medalist MD-500 sind kristallklar und haben mechanische Eigenschaften, die mit denen von PVC vergleichbar sind: sie sind ähnlich klammer-, knick- und einschnürungsstabil, fassen sich wie PVC an, sind aber erheblich flexibler und erheblich leichter. Gleichzeitig verändert sich ihre Farbe bei Wärmealterung nach einer Bestrahlung mit Gammastrahlen, dem härtesten Sterilisationsverfahren, nur minimal. Tatsächlich weist Medalist MD-575, ein typisches Compound der Reihe, nach Wärmealterung eine um 70 % geringere Farbänderung als gammastrahlensterilisierte PVC-Compounds mit vergleichbarer Härte auf. Mehr…