Es geht bergauf für die deutsche Mikro- und Nanotechnik-Branche
21.07.2010 – 10:04
Die Perspektive für die deutsche Mikro- und Nanotechnik-Branche hat sich verbessert. (Zum Vergrößern, klicken Sie auf das Bild)
Laut eines Berichts des IVAM Fachverband für Mikrotechnik zeichnet sich nach den Krisenjahren 2008 und 2009 in den Branchen Mikrotechnik, Nanotechnik und Neue Materialien jetzt die konjunkturelle Trendwende ab. Für gut die Hälfte der deutschen Unternehmen lief das Geschäft im ersten Halbjahr 2010 besser als erwartet, heißt es. Die Unternehmen schauen optimistisch auf das zweite Halbjahr und erwartungsvoll auf das Jahr 2011. Über 100 Unternehmer aus Deutschland äußerten sich in der Umfrage des IVAM Fachverband zu ihrer aktuellen Stimmungslage.
Nach anderthalb Jahren, die von Umsatzeinbußen, Auftrags- und Produktionsrückgängen überschattet waren, waren die Erwartungen für 2010 Anfang des Jahres noch verhalten. Jetzt äußerten sich nicht wenige Geschäftsführer positiv überrascht darüber, wie gut das Geschäft im ersten Halbjahr gelaufen ist. In einzelnen Fällen wurden Umsatzsteigerungen von bis zu 15 Prozent gemeldet. Manche Mikro- und Nanotechnik-Unternehmen haben beim Umsatz und beim Auftragseingang den Stand vom ersten Halbjahr 2008 wieder erreichen oder sogar übertreffen können.
Laut Umfrage verlief für etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen das Geschäft im ersten Halbjahr 2010 besser als erwartet, für ein Drittel genauso wie erwartet und für 15 Prozent schlechter als erwartet. Positive Entwicklungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gab es vor allem beim Auftragseingang. Hier konnten sich 64,9 Prozent der Unternehmen verbessern. Auch bei der Produktion und beim Absatz lief es bei mehr als der Hälfte der Befragten besser als im Vorjahr. Kritisch ist nach wie vor die Unternehmensfinanzierung: Die Lage ist zwar bei mehr als der Hälfte der Unternehmen stabil geblieben, bei 14,4 Prozent aber sogar schlechter geworden.
Für einige Unternehmen ist für das zweite Halbjahr 2010 eine „sehr positive Entwicklung absehbar“. Für diesen Zeitraum erwarten 53 Prozent eine stabile Geschäftslage, 40 Prozent rechnen mit einer weiteren Verbesserung. Konkret melden die Unternehmen eine Zunahme der Auslandsnachfrage – besonders in Asien werden wieder bessere Exportchancen erwartet. Der richtige Aufschwung soll dann 2011 kommen: 59 Prozent der Befragten erwarten dann eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, nur 7 Prozent fürchten, es könne für sie schlechter laufen als 2010.
Yvonne Klöpping
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