Nano-Wundverband verabreicht Antibiotika

19.07.2010 – 09:27

Wissenschaftler der University of Bath und ein Spezialistenteam für Verbrennung des Southwest UK Paediatric Burn Centre at Frenchay Hospital arbeiten zusammen an der Erforschung eines Wundverbands, der mittels Nanotechnologie Infektionen von Brandwunden aufspürt und gleichzeitig behandelt. Der mit Nanopartikeln überzogene Verband kann gefährliche Bakterien in einer Wunde aufspüren und reagiert mit einer Verfärbung sowie durch die Absonderung von Antibiotika. Durch den Farbwechsel soll das Pflegepersonal darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich unter dem Verband eine Entzündung entwickelt hat.

Die Verbände selbst sind mit Nanokapseln bestückt, die ein Antibiotikum und Farbstoff enthalten und auf das schädliche Toxin der Bakterien reagieren, indem sie aufbrechen. Das Antibiotikum tritt nur bei Bedarf aus und veringert somit das Risiko einer Entwicklung neuer, antibiotikaresistenter Bakterien.

Die Wissenschaftler konnten bereits Tests mit Verbänden durchführen, die mit Nanokapseln beschichtet waren – sie reagierten erfolgreich auf die schädlichen Bakterien.

Quzelle: University of Bath

Yvonne Klöpping

 

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