Bayer untersucht Effektivität und Sicherheit von Magnetresonanz-Kontrastmittel zur Brustkrebsdiagnostik
10.03.2010 – 12:24Mit etwa 1,3 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. Die bildgebende Diagnostik ist sowohl bei der Erkennung als auch bei der Therapiekontrolle dieser schweren Krankheit unverzichtbar. Der Pharmakonzern Bayer hat jetzt zur Entwicklung des Kontrastmittels Gadovist (Gadobutrol) bei der Magnetresonanztomographie (MRT) der Brustdrüse eine internationale Phase-III-Studie begonnen. In der Studie wird der Einsatz des Kontrastmittels Gadovist in der Magnetresonanzmammographie (MRM) untersucht. Gadovist ist bereits für die häufigsten MRT-Untersuchungen zugelassen – darunter die Bildgebung des zentralen Nervensystems, der Leber, der Nieren und der Blutgefäße sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern ab dem 7. Lebensjahr (in der Schweiz schon ab dem 2. Lebensjahr).
Das Ziel dieser offenen, nicht randomisierten multizentrischen Studie der Phase III mit verblindeter Auswertung der Bilder ist die Untersuchung der Effektivität und Sicherheit einer einzelnen intravenösen Injektion von Gadovist (Gadobutrol 1,0 molar) in einer Dosierung von 0,1 mmol/kg Körpergewicht bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem Brustkrebs. Die Ausbreitung der malignen Erkrankung wird anhand verschiedener bildgebender Verfahren analysiert, darunter die MRT der Brust ohne Kontrastmittel, MRT mit Kontrastmittel-Unterstützung durch Gadobutrol und Röntgen-Mammographie. Die Patientinnen werden über den Zeitraum von einem Jahr in die Studie rekrutiert. Das voraussichtliche Ende der Studie wird Anfang 2011 erwartet.
Die Magnetresonanztomographie ist die sensitivste Methode, um Brustkrebs zu entdecken und zusätzliche Tumore auszuschließen. Sie wird als nützliche Ergänzung der Röntgen-Mammographie eingesetzt, zum Beispiel beim Screening von Hochrisiko-Patientinnen, bei der Einstufung des Tumors vor der Operation, bei der Kontrolle des Ansprechens auf die Tumorbehandlung und bei der Überprüfung von Brustimplantaten. Dazu wird die Magnetresonanztomographie zunächst ohne und dann mit Kontrastmittel durchgeführt. Auf diese Weise können Herde in der Brust als ‘gutartig’ oder ‘bösartig’ differenziert werden – aufgrund ihrer Form, Randgestaltung, Anreicherung des Kontrastmittels und Signalintensität. Dabei hängt die Zuverlässigkeit der MRT ganz entscheidend von der Effektivität und der Sicherheit des eingesetzten Kontrastmittels ab.
Yvonne Klöpping
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